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Steigern Sie Ihren Online-Umsatz. Nächster globaler e-Commerce-Stop: Belgien

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Belgien denken? Ist es das Essen, das Trinken und die Politik? Belgische Waffeln, Pommes, Bier, Schokolade und dann alles EU-bezogene? Belgien kann wohl für all dies stehen, aber es ist auch ein mehrsprachiges Land und ein enthusiastischer Online-Marktplatz, in dem Produkte eifrig aus dem Ausland gekauft werden.

Lesen Sie weiter, um mehr über den e-Commerce in Belgien zu erfahren: Markt-Charakteristik, belgische Online-Shopper, grenzüberschreitende Möglichkeiten, Herausforderungen und vieles mehr!

mercator-karte-ecommerceHaben Sie jemals von Mercator und seiner zylindrischen Projektion des Globus auf eine flache Karte gehört? Die Karte hat ein Gitter von Linien: Parallele und Meridiane, die sich im rechten Winkel kreuzen. Im Jahr 1569 wurde diese von Gerardus Mercator, dem flämischen Geographen, vorgestellt.

Im 16. Jahrhundert gab es noch keine festgelegten Handelswege. Da sich Entdecker, Segler und Kaufleute immer dem Unbekannten stellen mussten, haben sie sich stets davor gehütet, nicht verloren zu gehen oder in ein anderes Schiff zu krachen. Was sie brauchten, waren akkurate Landkarten.

Die Mercator-Landkarte hatte große Bedeutung für die Navigation. Sie half ihnen, auf Kurs zu bleiben und erfolgreich am Zielort anzukommen. Auf diese Weise haben viele Entdecker und Kaufleute ihren Ruhm erreicht.

In der Tat war die belgische Mercator Erfindung ein Produkt seiner Zeit und … sicherlich ein Konkurrent zu den heutigen Google-Maps.

In welcher Beziehung steht dies in Bezug auf Belgien und dem internationalen e-Commerce?

Seien Sie versichert …wir wollen Ihnen nicht unterstellen, dass Sie, um international zu verkaufen, Ihre Mercator-Karte überprüfen sollen, um Ihre neuen Marktplätze ins Visier zu nehmen oder Ihren potenziellen Ertrag auf der Grundlage der geografischen Koordinaten des Landes bewerten sollten.

wir wollen Ihnen nicht unterstellen, dass Sie, um international zu verkaufen, Ihre Mercator-Karte überprüfen sollen, um Ihre neuen Marktplätze ins Visier zu nehmen oder Ihren potenziellen Ertrag auf der Grundlage der geografischen Koordinaten des Landes bewerten sollten.

Es gibt einen weiteren Punkt, den wir hier hervorheben möchten.

Weltweites Denken ist in der Geschichte Belgiens tief verwurzelt.

Sie kennen www: das World Wide Web. Interessanterweise war es der belgische Informatiker Robert Cailliau, der an der Entwicklung beteiligt war. Seine Begeisterung, das Internet voranzubringen hat wirklich dazu beigetragen, die Welt zu einem besser vernetzten Ort zu machen.

Diese globale Ausrichtung und Verbundenheit setzt sich bis heute in Belgien fort. Laut Bloomberg gehört Belgien zu den Top 10 der am meisten weltweit vernetzten Länder in Bezug auf den Waren-, Dienstleistungs-, Personen-, Finanz- und Datenfluss.

Kein Wunder, dass die Belgier dazu neigen viel mehr grenzüberschreitend einzukaufen als der EU-Durchschnitt. Der lokale Marktplatz ist voll von e-Commerce-Potenzial, insbesondere für internationale Verkäufer.

Wirtschaft und e-Commerce in Belgien

Als Gründungsmitglied der EU und Gastgeber des zentralen Bestandteils der EU-Bürokratie, spielt Belgien eine entscheidende Rolle als internationaler Kreuzungspunkt. Innenpolitisch jedoch schafft die lokale Regierung es nur langsam, auf soziale Herausforderungen oder wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren.

Schlüsselfaktoren hinter Belgiens Wirtschaft:

  • Öffentliche Verwaltung
  • Verteidigung
  • Bildung
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Groß- und Einzelhandel
  • Verkehr
  • Unterkunftseinrichtungen
  • Verpflegungsdienstleistungen

Belgien war ein wenig langsam beim Übergang ins digitale Zeitalter, aber das Land holt jetzt auf. Die Europäische Kommission misst EU-Mitgliedstaaten an der Entwicklung ihrer digitalen Infrastruktur: Belgien liegt vor dem Vereinigten Königreich. So hat zum Beispiel 83% der belgischen Bevölkerung Zugang zum Internet.

Belgier mögen zwar keine eCommerce-Innovatoren sein, aber sie sind sehr interessiert an Innovationen und Entwicklungen. Demgemäß unterstützt die lokale Regierung das Wachstum des E-Business, z.B. indem sie Anreize für lokale Unternehmen anbietet, in eine Website zu investieren.

Nachstehend einige Daten zu Belgien & eCommerce:

  • Bevölkerung: 11,3 Millionen
  • Amtssprachen: Niederländisch, Französisch & Deutsch.
  • Belgien besteht aus drei Regionen: Flandern im Norden, Wallonien im Süden und Brüssel wird als separate Region betrachtet.
  • Welt eCommerce Rang nach A.T. Kearney: Rang 9
  • Der belgische B2C e-Commerce-Umsatz wuchs im Jahr 2015 um 34,2 % auf 8,2 Mrd. EUR.
    Dies ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte.
  • Während des ersten Quartals 2016 gaben die belgischen Konsumenten 2,3 Milliarden Euro
    online aus, was einer Steigerung von 9% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Ein
    besonders starkes Wachstum in der Zahl der Online-Einkäufe gegenüber dem ersten Quartal
    2015 wurde bei Spielzeug, Unterhaltungselektronik und Media & Unterhaltung beobachtet.
  • Belgier kaufen oft Kleidung und Unterhaltungsartikel, z. B. Bücher oder CDs, bei einem
    ausländischen Einzelhändler.

Belgiens Schwerpunkte laut Statista:

  • Umsatzerlös im e-Commerce-Markt: 4.913 Mio. US$ im Jahr 2016.
  • Für die Umsatzerlöse wird eine jährliche Wachstumsrate von 7,8 % prognostiziert (CAGR 2016-2021), was zu einem Marktvolumen von 7.161 Mio. US$ im Jahr 2021 führt.
  • Der größte Marktsegment ist Mode mit einem Marktvolumen von 2.270 Mio. US$ im Jahr 2016.

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Quelle: Statista 2015

Logistik & Zahlung in Belgien: Fakten zum Online-Verkauf

Belgien ist eine gute Wahl für schnelle und effektive Versand-Strategien.

Belgiens günstige Lage im Zentrum Europas ermöglicht einen einfachen Zugang zu den wichtigsten Märkten. Es verfügt über eine gute Infrastruktur mit weltweit renommierten Häfen und Flughäfen. Es hat auch hervorragende Straßen- und Bahnverbindungen und eine enge Verbindung mit den wichtigsten Logistik-Anbietern, wie UPS, DHL und FedEx.

Wie steht’s mit Online-Einkauf & Lieferung?

  • Die Hauszustellung und die Abholung an einer lokalen Abgabestelle sind die bevorzugten
    Optionen.
  • 34% der Online-Shopper bevorzugen eine kostenlose Lieferung, aber fast 30% sind bereit,
    zwischen EUR 4.00 – EUR 7.50 für ihre Lieferung zu zahlen.

Um Zahlungen online zu tätigen, benutzen belgische Kunden vor allem Karten und Online-Bank Zahlungsmethoden. Fast 50% aller Transaktionen werden mit Kreditkarte abgeschlossen, gefolgt von dem in Belgien konzipierten Zahlungsverkehrsprodukt Bancontact (23%) und Online-Bank-
überweisung (13%).

Rund 85% der Online-Zahlungen in Belgien erfolgen über den Online-Zahlungsdienstleister Ogone. Ogone erlaubt Kunden, aus verschiedenen Zahlungsmethoden zu wählen, einschließlich Kreditkartenzahlungen und Direct Banking.

Belgier kennen den grenzüberschreitenden Handel

Im Vergleich zum restlichen Westeuropa ist Belgien ein relativ junger e-Commerce-Markt. Infolgedessen kaufen viele lokale Online-Käufer immer noch im Ausland ein. Dies wird durch viele Barrieren verstärkt, die entfernt werden müssen, um lokale Online-Händler zu unterstützen.

Dennoch sind die Belgier leidenschaftliche Online-Shopper und 75% der Käufe sind von ausländischen Unternehmen. Dies geschieht durch attraktive Angebote, bessere Verfügbarkeit und bessere Konditionen. Dies schafft grenzüberschreitende Handelschancen für internationale Online-Verkäufer.

Belgier bevorzugen den Online-Kauf im Ausland, vor allem wegen der Preis- und Produktpalette. Die begrenzte Wahl auf dem Inlandsmarkt treibt ihr grenzüberschreitendes Verhalten an.

Belgische Online-Shopper bevorzugen holländische Einzelhändler. Deutsche und britische Verkäufer sind ihre zweite und ihre dritte Wahl.

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Quelle: Postnord eCommerce in Europe 2015 Bericht

Belgien mag wohl ein kleiner Marktplatz sein, ist aber auch begeisterungsfähig und günstig gelegen. Internationale Markennamen wie eBay, Amazon, Zalando oder AliExpress haben dort eine starke Präsenz. Interessanterweise gibt es keine spezifische Amazon-Website für den belgischen Markt, aber Belgier können sich für Amazon Premium über seine französische Website anmelden.

Belgien & grenzüberschreitender Handel: Herausforderungen

Es gibt zwei Haupt-Sprachgruppen in Belgien: die flämisch- und die französischsprachige Bevölkerung. Flandern, der nördliche Teil von Belgien, ist enger mit den Niederlanden verbunden, während Wallonien mehr mit Frankreich.

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Es wird noch interessanter: Neben Flämisch und Französisch, werden in Belgien auch Deutsch und Italienisch gesprochen. Darüber hinaus wird Englisch von den Expats gesprochen. Daher:

… ist der Markt fragmentiert und es könnte eine ziemlich Herausforderung werden, alle belgischen Online-Käufer zu gewinnen.

Wenn Sie also in Belgien online verkaufen möchten, müssen Sie den mehrsprachigen Status des Landes berücksichtigen. Warum? Weil es aufgrund der sprachlichen Vielfalt kein einheitliches Profil des belgischen Käufers gibt.

Die Hauptschwierigkeit bei der Förderung Ihres Online-Shops liegt in der Schaffung von regelmäßigen, qualitativ hochwertigen Inhalten, die in die jeweiligen Sprachen übersetzt werden müssen.

Wie viele Sprachen sollten Sie auf der belgischen Version Ihrer Website anbieten? Korrekte Sprachlokalisierung ist ein Muss, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Niederländisch und Französisch werden in den meisten Fällen erforderlich sein, aber Deutsch und Englisch können in einigen Fällen auch von Vorteil sein.

Aber natürlich, um den belgischen Käufer zu gewinnen, dürfen andere Faktoren nicht in Vergessenheit geraten. Beispielsweise sind Preis und einfache Retouren-Abläufe wichtige Faktoren, wenn es um Online-Shopping geht. Angebote auf höchstem Niveau, klare Preisgestaltung und lokale Lieferoptionen vermitteln Vertrauen unter den potenziellen belgischen Käufern.

Andere Herausforderungen beziehen sich auf die Gesetzgebung. Dies wäre vor allem die Aufgabe der Regierung: die Logistik zu erleichtern und andere potenzielle Barrieren zu beseitigen. Allerdings sollten Unternehmen auch im gesamten eCommerce-Digitalisierungsprozess eine Rolle spielen, z. B. durch umfassende Social Media.

Um es auf einen Punkt zu bringen

Im 16. Jahrhundert führte die Mercator-Karte Forscher und Kaufleute durch unbekannte Gewässer. Dies ist schon sehr lange her, aber die Landkarte war das Produkt zu jener Zeit. Glücklicherweise sind heute Online-Verkäufer viel besser mit internationalen und entfernten Territorien vertraut … vor allem, wenn das World Wide Web ihnen zur Verfügung steht.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass es immer einfach ist, Ihr Online-Geschäft beim Eintritt in internationale Märkte in die richtige Bahn zu navigieren. Es ist auch nicht gerade einfach, einen Online-Handel im Ausland zu starten.

Es ist sicherlich ganz und gar nicht einfach in Belgien, vor allem, wenn es um die Anzahl der Sprachen geht, die im Land gesprochen werden. Die Angelegenheit der zahlreichen Sprachen in Belgien wirft viele Fragen für Online-Verkäufer auf, z. B. ob die belgische Version ihrer Webseiten an den lokalen Käufer angepasst werden sollte.

Aber trotz einiger Herausforderungen kaufen belgische Online-Käufer sehr gerne im Ausland ein und der Markt ist voller Möglichkeiten für den internationalen Online-Verkäufer.

Wenn Sie global denken, dann ist es durchaus sinnvoll, die Möglichkeit, in Belgien online zu verkaufen, in Betracht zu ziehen.

Starten Sie Ihre Testphase!

Verkaufen Sie bereits Ihre Produkte in Belgien? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit in dem Kommentar-Abschnitt unten!

Weiterführende Literatur & andere Quellen

USA: Die weltweite E-commerce Supermacht
Frankreich: Europas drittgrößter Marktplatz
Zeit für internationale Onlinehändler Australien zu erobern: Fakten und praktische Tipps
Expandieren Sie nach Spanien: den aufstrebenden E-Commerce Markt
Deutsche Verkäufer kennen Cross Border Trading und internationalen Verkauf
matthias-zeis.com/archiv/oesterreich-liegt-im-e-commerce-zurueck
ecommercenews.eu/the-biggest-online-stores-in-germany-austria-and-switzerland/
www.ecommercewiki.org/wikis/www.ecommercewiki.org/images/2/25/European_B2C_Ecommerce_Report_2016.pdf
blog.payon.com/guest-blog-post-austrians-ecommerce-and-mcommerce-market-structure-and-the-necessity-of-alternative-payments/
eshopworld.com/blog-articles/austria-ecommerce/